Die Neuapostolische Kirche ist eine internationale, christliche Kirche. 1863 entstand sie aus der Katholisch-Apostolischen Gemeinde. Ihre Heilige Schrift ist die Bibel mit dem Ersten und Zweiten Testament.
Das ist typisch für die Neuapostolische Kirche:
- Apostel leiten die Neuapostolische Kirche und sehen sich als Nachfolger der Jünger von Jesus von Nazareth.
- Der Sonntagsgottesdienst ist Neuapostolen besonders wichtig.
- Viele Kinder der neuapostolischen Gemeinden besuchen die Vorsonntags- und später die Sonntagsschule. Dort erfahren sie viel über ihren Glauben, über das Wirken von Gott, über den Heiligen Geist, über Jesus und über die Bibel. Jugendliche bereiten sich wie andere evangelische Jugendliche ein Jahr lang auf die Konfirmation vor.
- Die Neuapostolische Kirche spendet drei Sakramente: die heilige Wassertaufe, das heilige Abendmahl und die heilige Versiegelung. Bei der heiligen Versiegelung legt ein Apostel den Gemeindemitgliedern nacheinander die Hand auf den Kopf und vermittelt so den Heiligen Geist.
- Neuapostolen erwarten die Wiederkunft von Jesus Christus.
Das Oberhaupt der Glaubensgemeinschaft ist der Stammapostel. Seine engsten Mitarbeiter sind die Bezirksapostel. Sie alle treffen sich mehrmals im Jahr und beraten gemeinsam über wichtige Angelegenheiten der Glaubensgemeinschaft. In den einzelnen Gemeinden übernehmen Priester, Diakone und Evangelisten die Leitung.
In Deutschland gibt es etwa 1.300 neuapostolische Gemeinden. Ihnen gehören gut 300.000 Christinnen und Christen an. Weltweit bekennen sich über 9 Millionen Menschen in mehr als 50.000 Gemeinden zu diesem Glauben (NAK, Stand: Dezember 2025).
Seit 2026 ist die Neuapostolische Kirche Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. In dieser Arbeitsgemeinschaft arbeiten viele christliche Kirchen verschiedenster Konfessionen zusammen.
