Im Hinduismus glauben nicht alle Menschen an denselben Schöpfer. Manche sagen, der Gott Brahma habe die Welt erschaffen. Andere glauben, dass Vishnu oder Shiva die Welt erschaffen haben. Es gibt auch den Glauben, dass alles aus einer unsichtbaren, allgegenwärtigen Kraft namens Brahman stammt.
Je nach Glaubensrichtung im Hinduismus ist der Schöpfer wie ein guter Freund, der sich um die Menschen kümmert, oder einfach die Kraft, die alles Leben möglich macht. Manche Philosophien erklären, dass die Welt aus dem Zusammenspiel von Purusha, dem ewigen Geist, und Prakriti, der Natur, entsteht.
Die Schöpfung im Hinduismus ist ein Kreislauf
Für Hindus ist die Schöpfung ein ewiger Kreislauf der Materie, also aller Stoffe im ganzen Universum. Das göttliche Prinzip Brahman, oder in manchen Geschichten der Gott Brahma, setzt nach dem Glauben der Hindus die Teile der Welt immer wieder neu zusammen - zu Planeten, Landschaften, Tieren, Pflanzen, vielen anderen Dingen und auch zu Menschen. Die Gottheit Vishnu erhält das Erschaffene für eine Weile, bis die Gottheit Shiva es wieder zerstört und daraus Neues entstehen kann. Dabei geht aber niemals etwas verloren.
Nach hinduistischem Glauben war das schon immer so. Auch schon vor der Entstehung des heutigen Universums. Das hatte nach ihrer Überzeugung nämlich bereits unzählige Vorgänger. Schöpfungsgeschichten lesen Hindus in den Veden nach, und dort vor allem im Rigveda.
Auch für Hindus ist der Mensch ein besonderes Lebewesen, das seine Mitmenschen und seine Umwelt gut behandeln soll. Denn nur er weiß, dass sein Handeln gute oder schlechte Folgen nach sich zieht, und nur er kann deshalb selbst bewusst über sein Handeln entscheiden. Wer gut lebt, Gutes tut und oft den Namen Gottes spricht, kann frei werden vom ständigen Wiedergeborenwerden.